Häufige Fragen
Was ist 3D-Laserscanning und wofür wird es eingesetzt?
3D-Laserscanning ist ein berührungsloses Messverfahren, bei dem Gebäude, Bauteile, Fassaden, Dachstühle, Industrieanlagen oder Grundstücke digital erfasst werden. Dabei entstehen Millionen von Messpunkten, die zusammen eine sogenannte Punktwolke bilden. Diese Punktwolke bildet den tatsächlichen Ist-Zustand eines Objekts sehr detailliert ab.
Eingesetzt wird 3D-Laserscanning vor allem bei Bestandsgebäuden, Umbauten, Sanierungen, Aufstockungen, Denkmalpflege, Holzbauprojekten, Industrieanlagen und überall dort, wo verlässliche Bestandsdaten benötigt werden.
Wann lohnt sich eine 3D-Vermessung mit Laserscanner?
Eine 3D-Vermessung lohnt sich immer dann, wenn aktuelle oder verlässliche Bestandspläne fehlen, ein Gebäude komplex ist oder spätere Planungsfehler vermieden werden sollen. Besonders sinnvoll ist Laserscanning bei Altbauten, Dachstühlen, schiefen Wänden, unebenen Fassaden, Sanierungen, Aufstockungen und Bestandsgebäuden mit vielen Details.
Für Architekten, Zimmerer, Holzbaubetriebe, Metallbauer, Planer und Bauherren ist der große Vorteil, dass die Planung auf einer realen digitalen Grundlage erfolgt und nicht auf veralteten oder unvollständigen Plänen.
Was ist der Unterschied zwischen klassischem Aufmaß und 3D-Laserscanning?
Beim klassischen Aufmaß werden einzelne Maße manuell aufgenommen. Beim 3D-Laserscanning wird dagegen der gesamte sichtbare Bestand dreidimensional erfasst. Dadurch entstehen nicht nur einzelne Maße, sondern eine vollständige digitale Datengrundlage.
Der Vorteil: Auch Schiefstellungen, Verformungen, Höhenunterschiede, Anschlüsse, Fassadenversprünge und schwer nachvollziehbare Geometrien können später aus der Punktwolke ausgewertet werden. Das reduziert Nachmessungen und schafft mehr Sicherheit für Planung und Ausführung.
Wie genau ist terrestrisches 3D-Laserscanning?
Terrestrische Laserscanner erfassen Bestandsgebäude und Bauteile mit sehr hoher Genauigkeit. Die tatsächliche Genauigkeit hängt jedoch vom Objekt, der Entfernung, der Scanauflösung, den Sichtverhältnissen und der späteren Auswertung ab.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Gerätegenauigkeit, Punktdichte und Modellierungsgenauigkeit. Für viele Bau- und Planungsaufgaben liefert Laserscanning eine sehr präzise Grundlage, vor allem wenn mehrere Scanstandpunkte sauber miteinander registriert werden.
Welche Daten bekomme ich nach einer 3D-Vermessung?
Nach einer 3D-Vermessung können je nach Projekt verschiedene Daten geliefert werden. Typische Ergebnisse sind:
Punktwolken, 3D-Gebäudemodelle, verformungsgerechte 3D-Modelle, Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Fassadenansichten, CAD-Pläne, BIM-Modelle oder 360°-Fotodokumentationen.
Mögliche Dateiformate sind zum Beispiel E57, RCP, RCS, DWG, DXF, IFC oder weitere CAD- und Punktwolkenformate. Welche Daten sinnvoll sind, hängt davon ab, ob die Daten für Architektur, Holzbau, Metallbau, Denkmalpflege, Industrie oder Bauausführung genutzt werden.
Was ist eine Punktwolke?
Eine Punktwolke ist das digitale Messergebnis eines Laserscans. Sie besteht aus Millionen oder Milliarden einzelner Messpunkte, die den sichtbaren Bestand eines Gebäudes oder Objekts räumlich abbilden.
Aus dieser Punktwolke können später Maße entnommen, Schnitte gelegt, 2D-Pläne erstellt oder 3D-Modelle gezeichnet werden. Für viele Planer ist die Punktwolke die wichtigste Grundlage, weil sie den tatsächlichen Bestand dokumentiert und auch später noch ausgewertet werden kann.
Was ist der Unterschied zwischen Punktwolke, 2D-Plan, 3D-Modell und BIM-Modell?
Die Punktwolke ist die digitale Messgrundlage. Sie zeigt den erfassten Bestand als Millionen einzelner Messpunkte.
Ein 2D-Plan ist eine daraus abgeleitete Zeichnung, zum Beispiel ein Grundriss, Schnitt oder eine Ansicht.
Ein 3D-Modell bildet das Gebäude räumlich nach und kann je nach Anforderung idealisiert oder verformungsgerecht erstellt werden.
Ein BIM-Modell enthält zusätzlich strukturierte Bauteile und Informationen, die für Planung, Koordination und weitere digitale Prozesse genutzt werden können.
Wann ist Drohnenvermessung sinnvoller als Laserscanning vom Boden?
Drohnenvermessung ist besonders sinnvoll bei Dächern, schwer zugänglichen Fassaden, großen Grundstücken, Haufwerken, PV-Planungen oder Bereichen, die vom Boden aus nicht vollständig sichtbar sind. Terrestrisches Laserscanning ist dagegen besonders stark bei Fassaden, Innenräumen, Treppenhäusern, Dachstühlen und detaillierten Gebäudestrukturen. In vielen Projekten ist die Kombination aus Laserscanner und Drohne die beste Lösung.
Warum ist Laserscanning bei serieller Fassadensanierung hilfreich?
Bei serieller Fassadensanierung müssen Bestandsfassaden sehr genau erfasst werden, damit vorgefertigte Fassadenelemente sauber geplant und montiert werden können. 3D-Laserscanning liefert dafür eine präzise digitale Grundlage.
Fassadenflächen, Fensteröffnungen, Geschosshöhen, Versprünge, Schiefstellungen und Anschlusspunkte können aus der Punktwolke ausgewertet werden. Besonders bei Bestandsgebäuden ist das wichtig, weil Fassaden selten vollständig gerade oder maßhaltig sind.
In welchen Regionen arbeitet Laserscanning Bayern?
Laserscanning Bayern bietet terrestrisches 3D-Laserscanning im gesamten Bayern an. Die Schwerpunkte liegen im Allgäu, in Schwaben, Oberbayern und Niederbayern sowie angrenzend in Baden-Württemberg.
Drohnenvermessung, Drohneninspektionen und Drohnenaufnahmen werden vorrangig im Umkreis von etwa 30 Kilometern um Bad Wörishofen, Türkheim, Mindelheim, Kaufbeuren und das Unterallgäu angeboten.