Bei der Planung im Bestand werden präzise digitale Grundlagen immer wichtiger. Gerade im Holzbau ist es entscheidend, vorhandene Gebäude, Dachstühle, Fassaden oder Anschlussdetails möglichst exakt zu erfassen. Mit der neuen Punktwolkenfunktion in AlphaSchift wird dieser Arbeitsschritt nun direkt in der Holzbausoftware nutzbar.

Für Anwender bedeutet das: Punktwolken aus einer 3D Vermessung können direkt in die Planung übernommen werden. Der Bestand wird dadurch nicht nur sichtbar, sondern kann unmittelbar als Grundlage für Linien, Bauteile und Konstruktionselemente verwendet werden.
Screenshot des Punktwolkenimports in AlphaSchift mit Umwandlung der Formate E57, PTX und WYB.

Was kann die Punktwolkenfunktion in AlphaSchift?

AlphaSchift unterstützt den Import von Punktwolken in den Formaten E57, PTX und WYB. Damit lassen sich gängige Punktwolkenformate aus der 3D Vermessung direkt in die Software einlesen und für die weitere Bearbeitung verwenden. Der Import der Punktwolken ist über ein separates Zusatzmodul erhältlich.

Die Punkte sind in allen Ansichten sichtbar, zum Beispiel in Gebäudeschnitten, Wandansichten und in der 3D Ansicht. Dadurch kann der Bestand aus unterschiedlichen Perspektiven kontrolliert und als Grundlage für die Konstruktion genutzt werden. Besonders praktisch ist, dass die Punkte direkt anwählbar sind. Linien und Elemente können somit unmittelbar anhand der Punktwolke gezeichnet werden. Genau das macht den Unterschied zwischen einer reinen Darstellung der Messdaten und einer wirklich nutzbaren Planungsgrundlage.
3D Ansicht einer importierten Punktwolke in AlphaSchift mit Gebäudestruktur und Bauteilen.

Warum ist die Punktwolke direkt in AlphaSchift sinnvoll?

Wenn Punktwolken direkt in der Holzbausoftware genutzt werden können, wird der Workflow deutlich schlanker. Der Planer sieht den tatsächlichen Bestand dort, wo auch konstruiert wird. Das reduziert Übertragungsfehler und erleichtert die Kontrolle vorhandener Geometrien.

Gerade bei Dachsanierungen, Umbauten, Aufstockungen oder Fassadenprojekten kann das sehr hilfreich sein. Bestandsdaten aus dem Laserscan lassen sich direkt mit der geplanten Konstruktion abgleichen. Unregelmäßigkeiten, Verformungen oder schiefe Bauteile werden sichtbar und können bereits in der Planung berücksichtigt werden.

Beim Einlesen der Punktwolke kann die Datenmenge prozentual eingeschränkt werden. Das ist vor allem bei größeren Projekten wichtig, weil Punktwolken je nach Umfang sehr viele Daten enthalten können. Außerdem wird die Darstellung beim Heranzoomen klarer, wodurch Details im relevanten Bereich besser erkennbar werden.
Punktwolke in AlphaSchift mit markiertem Zaunbereich zur Auswahl eines relevanten Ausschnitts.

Arbeiten mit ausgewählten Bereichen

Ein weiterer praktischer Punkt ist die Möglichkeit, Bereiche in der Punktwolke gezielt auszuwählen. Über den Befehl Zaun können bestimmte Ausschnitte festgelegt werden. Diese Bereiche lassen sich anschließend separat abspeichern, um die Dateien möglichst klein und übersichtlich zu halten.

Das ist besonders sinnvoll, wenn aus einer großen Punktwolke nur einzelne Gebäudeteile benötigt werden. Statt die komplette Datei dauerhaft mitzunehmen, kann der Anwender gezielt den Bereich herauslösen, der für die aktuelle Planung relevant ist. So bleibt die Bearbeitung übersichtlicher und die Datenmenge besser beherrschbar.

Durch die Möglichkeit, Bereiche über den Zaun einzugrenzen und als neue Punktwolke zu speichern, gibt es aber bereits einen praxisnahen Weg, um mit großen Datenmengen sinnvoll umzugehen.
Ausgewählter Punktwolkenbereich in AlphaSchift zum Speichern als neue Punktwolke.

Was bedeutet das für Anwender im Holzbau?

Für Holzbaubetriebe und Planungsbüros ist die Punktwolkenfunktion in AlphaSchift ein wichtiger Schritt. Die Software wird dadurch stärker an moderne Vermessungsprozesse angebunden und kann Bestandsdaten direkt für die Konstruktion nutzen.

Der größte Mehrwert liegt nicht darin, eine Punktwolke nur anzuschauen. Entscheidend ist, dass daraus direkt gearbeitet werden kann. Wenn Punkte sichtbar, auswählbar und als Grundlage für Linien oder Bauteile nutzbar sind, entsteht ein deutlich besserer Übergang von der Vermessung zur Planung.

Damit wird AlphaSchift für Projekte im Bestand noch interessanter. Wer regelmäßig mit unregelmäßigen Gebäuden, bestehenden Dachkonstruktionen oder Sanierungsprojekten arbeitet, bekommt eine zusätzliche Möglichkeit, die Planung genauer und kontrollierter aufzubauen.

Die neue Funktion zeigt auch, dass Punktwolken im Holzbau immer stärker in den normalen Planungsalltag rücken. Für Anwender von AlphaSchift bedeutet das eine praxisnahe Erweiterung, die vor allem dort Mehrwert bringt, wo exakte Bestandsdaten zur Grundlage der weiteren Konstruktion werden.
WEITER ZU ALPHA SOFTWARE